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Samstag, 1. Oktober 2011

Willi Lemke löst den Nahost-Konflikt

Glosse
Friedensengel Willi Lemke mit UN-Generalsekretär Ban Ki-moon

Es gibt Berufsbezeichnungen, unter denen man sich wenig bis gar nichts vorstellen kann. „EU-Beauftragter für Bürokratieabbau“ (Edmund Stoiber) zum Beispiel. Bei anderen Wortungetümen sind wir mit der Zeit schlauer geworden. Dass der „Rundfunkgebührenbeauftragte“ in Wahrheit der GEZ-Drücker ist, hat sich rumgesprochen und auch die Arbeitsmethoden dieser Wegelagerer sind hinlänglich bekannt. Und dann gibt es noch den „Sonderberater der Vereinten Nationen für den Sport“. Der Bremer Willi Lemke sitzt gerade auf dem Posten. Und wer denkt, dass Lemke als in Genf stationierter UN-Mann Vielflieger ist, der von einer repräsentativen Verpflichtung zur nächsten eilt, liegt wahrscheinlich gar nicht falsch. Nur: Was macht er da? 

Dienstag, 20. September 2011

Wie wichtig ist Wiese für Werder?



Warum seine Emotionen Werder gut tun

Tim Wiese ist einer dieser archaischen Torhüter, ein wilder Mann, einer, der im Spiel alles vergisst! Und er ist einer, der sich um den guten Ton der Sportöffentlichkeit nicht kümmert. Keiner, der interviewkompatibel ist, der nach dem Spiel seine rhetorisch geschulten Sätze ins Mikrofon spricht und duschen geht. Für einen wie Tim Wiese ist Fußball alles: Leidenschaft, Kampf, Krieg!
Im letzten Spiel verhinderte der Werder-Tormann eine Torchance des FCN, als er den Gegenspieler vor seinem Strafraum am Trikot zupfte und ihn zu Fall brachte. Rot nach nur 17 Minuten. Manchmal erinnert Wieses Kampfeinsatz auf dem Platz an die Glanzzeiten von Kong-Fu-Oliver-Kahn. Um ein Tor zu verhindern, ist er bereit, alle Grenzen zu überschreiten. Und das, was die Öffentlichkeit am meisten verwundert: Wiese sagt das auch so. Vor der Kamera. In Interviews. Er will der Beste sein – koste es, was es wolle.
Ist dieser Spielertyp gut für eine Mannschaft? Ist es gut für den Sport, Menschen mit unbedingten Siegeswillen auf dem Platz zu haben? Tim Wiese ist nach dem Abgang von Frings, ein Werder-Kopf, eine Image-Figur, einer, der für den unbedingten Willen steht, der der Mannschaft gerade in der letzten Saison gefehlt hat! Tim Wiese ist so etwas wie das Kämpferherz des SV Werder Bremen.

Samstag, 3. September 2011

Werder spielt unentschieden in Berlin

Testspiel gegen Union 2:2
Werder kämpft in Berlin. Bei einem Testspiel gegen Union Berlin hat der SV Werder nur  2:2 gespielt. Die 5.659 Zuschauer im „Stadion An der Alten Försterei“ sahen, wie Marko Marin, der nicht mit auf Länderspielreise ist, in der 8. und 31. Minute beide Tore für die Bremer schoss. Das eher mittelmäßige Ergebnis ist auch darauf zurückzuführen, dass die Bremer ohne ihre Nationalspieler Tim Wiese antraten. Außerdem fehlten wegen der Länderspiele Marko Arnautovic (Österreich), Mehmet Ekici (Türkei), Claudio Pizarro (Peru) und Sokratis Papastathopoulos (Griechenland). Neuzugang Florian Hartherz (VfL Wolfsburg II) gab sein Debüt im Werder-Trikot.

Clemens Fritz bekennt sich zu Werder

"Wir haben zueinander gefunden"
Clemens Fritz
In einem ausführlichen Gespräch mit "Bild" bekennt sich Clemens Fritz zu Werder Bremen. Dass er den Verein 2012 verlässt, hält er für unwahrscheinlich: "Wir werden uns demnächst zusammensetzen. Ich fühle mich hier wohl, sehe großes Potential in der Mannschaft. Ich habe wie Werder den Anspruch, in den nächsten Jahren international zu spielen. Das traue ich uns zu!", sagte Fritz. Das Spielen bei Werder mache gerade wieder besonderen Spass - auch weil der Teamgeist stimme: "In der letzten Saison hatten wir durch die vielen Ausfälle viele Probleme. Am Ende haben wir aber zueinander gefunden. Und das haben wir in die neue Saison gerettet." Lesen Sie das ganze Interview hier.

DFB lehnt Verlegung des Nordderbys ab

Werder-HSV soll in Bremen stattfinden
Mit Unverständnis hat die Deutsche Fußball Liga (DFL) auf die Kritik der Polizei an der die Ansetzung des Bundesliga-Nordderbys zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV am 10. September (18.30 Uhr) reagiert, berichtet die Nachrichtenagentur SID. "Wir sind über die Äußerungen sehr irritiert. Die Ansetzung des Spiels ist im Vorfeld einvernehmlich mit den Klubs, den lokalen Sicherheitsbehörden und der Polizei beschlossen worden", begründete DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus die Ablehnung des Antrages auf eine Verlegung. Wegen großer Sicherheitsbedenken hatten Werder Bremen, der HSV und die Bremer Polizei um eine Änderung der Anstoßzeit gebeten. 
Die DFL vertritt hingegen die Ansicht, dass die Sicherheitsmaßnahmen wie bei allen anderen Bundesliga-Spielen ausreichend seien. Die Sicherheitskräfte verweisen auf das Nordderby vor etwa einem Jahr, als nach der Begegnung mehr als 20 Fans und Polizisten zum Teil schwer verletzt wurden. Deshalb spricht die Polizei von einer unsensiblen Haltung der DFL. 
Nach Angaben des verantwortlichen Polizei-Beamten für Großeinsätze, Rainer Zottmann, habe man deshalb sogar erwogen, rechtliche Schritte gegen die Terminierung einzuleiten. Als Lehre aus dem Spiel im September 2010 wird die Polizei jedoch künftig darauf verzichten, einzelne Zuschauerblöcke abzusperren. Stattdessen sollen die Hamburger Fans unmittelbar nach dem Spiel aus dem Stadion geführt und von der Polizei zum Hauptbahnhof geleitet. Im Vergleich zum letzten Heimspiel gegen den SC Freiburg werden dafür insgesamt fünfmal so viel Beamte abgestellt.